Kunsttherapie – Praxis der Lebendigkeit

Forget your perfect offering. There is a crack in everything that`s how the light gets in. (Leonard Cohen) 

Bewegung und Tanz

„Ein Schritt wird zum Tanzschritt durch Zuwendung zum erlebten und gelebten Leib.“ Wie oft höre ich : „Ich kann nicht tanzen!“ Im Tanzkurs oder in der Therapie haben wir immer eine Ausrichtung, ein Ziel. Und das beeinflusst und hemmt uns. Hier, in der Zuwendung zu unserem Körper ist die Tätigkeit genug. Wie funktioniert eigentlich ein Schritt, ein Sprung? Wird mein Nacken freier, wenn ich mit dem Fussgelenk kreise? Geheime Körperverbindungen lassen sich entdecken und verstärken. Im Mittelpunkt steht das Erlebnis, dass unser Lebensgefühl und unser Körperempfinden eins sind.

Kunsttherapie
Aquarellmalen mit Pflanzenfarben

Wenn man ein Bild malt, hat man ein Gegenüber. Das Bild konfrontiert uns geduldig mit uns selber. Bilder geben uns die Möglichkeit Distanz und Klarheit zu finden, zu korrigieren und überrascht zu werden. Die Pflanzenfarben machen durch ihre Beschaffenheit feinste Farbnuancierungen möglich. Dadurch können Farbübergänge intensiv erlebt werden und sich als innere Kraft manifestieren. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, sie malen nach Anweisung.

Aquarell
Das Formenzeichnen

Es wird mit Buntstiften oder Ölkreide ausgeführt. Die einzelne Form wird mehrmals wiederholt gezeichnet, sodass die Formkraft zu einem inneren Erlebnis werden kann. Unser Auge und unser Wille werden der jeweiligen Form entlang geführt und gefordert. Sie nimmt uns an die Hand. Sie lässt uns runde, schützende Formen führen, oder spitze, aufweckende. Formen zeichnen hilft unsere Form wieder zu finden in einer elementaren, spielerischen Art und Weise.

Bilderwand
Therapeutische Waldspaziergänge

Sie haben ihre Besonderheit darin, dass mit innerer Aufmerksamkeit die Stimmung und das Leben des Waldes aufgenommen werden. Einfache Körperübungen und innere Bilder helfen um ruhig und aufnahmefähig zu werden. In Japan wurde das „Waldbaden“ entwickelt und wird dort «Shinrin-yoku» genannt. In dem Land existiert seit dem Jahr 2012 ein eigener Forschungszweig, die Waldmedizin. Qing Li, Professor und Umweltimmunologe an der Nippon Medical School in Tokio, ist der Experte für Waldmedizin. Es wurden verschiedene Studien durchgeführt, welche zeigen, dass der Aufenthalt im Wald Blutdruck und Herzfrequenz senkt, Stresshormone reduziert sowie Depressionen lindert. Bäume geben organische Verbindungen von sich, so genannte Terpene. Qing Li hat nachgewiesen, dass Terpene auf den menschlichen Organismus wirken und die Zahl der Killer- zellen erhöhen, welche im Immunsystem für die Abwehr von Erregern und Krebszellen zuständig sind.

mehr zum therapeutischen Waldbaden

Wald